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Thema: Terras Garten - Lehrspiel

  1. #1
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    Standard Terras Garten - Lehrspiel

    Nach den Ereignissen an der Weltenschmiede war Deirdre nun wieder zurück in Shan-Meng-Feyn in ihrem Garten und kümmerte sich trotz der großen Hitze um die Pflanzen. An einigen Stellen waren große Segeltuchbahnen gespannt, um einzelne Bereiche im Garten etwas von der Sonne zu schützen.

    Deirdre saß gerade unter einem überdachten Bereich und genoß ein Krug Limettenwasser, als sie jemanden vom Greifenportal aus suchend in Richtung des Gartens kam. Wohl wieder ein Pilger.
    Hüterin Deirdre Arianrhod,
    Die Gärtnerin mit dem Efeu auf dem Kopf

  2. #2
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    Ah, Shan Meng Feyn…
    eine legendäre Stätte.
    Farsad strich mit der Hand fast über das Greifenportal, aber er berührte es nicht. Die Energien umspannten es. Er hatte bisher nur Geschichten gehört. Nun war er persönlich hier.
    Suchend ging er weiter, versuchte, was man ihm über die Lage erzählt hatte, mit dem Ort den er sah, in Einklang zu bringen. Nach einer Weile erblickte er einen Garten, und darin die bekannte Gestalt Deirdre's.
    "Manchmal kann es so einfach sein...", murmelte er, und steuerte auf den Garten zu.

    Davor straffte er sich noch einmal. Vorsichtig betrat er den Garten, und lief auf den Unterstand zu. Deirdre hatte seine Ankunft offenbar schon bemerkt, daher kam er einfach direkt auf sie zu, und blieb einige Schritt vor ihr stehen.
    "Die Elemente zum Gruße, Meisterin Deirdre." Eine kurze, angedeutete Verbeugung folgte. "Es freut mich zu sehen, dass Ihr den Rückweg von der Insel der...Weltenschmiede...ehem...ebenfalls gut überstanden habt." Er sah sich wie beifällig kurz im Garten um. "Sehr terragefällig, dieser Ort. Ein sehr schöner Garten, der euch da gelungen ist." Ungefragt legt Farsat einen großen Seesack ab, der bis eben seine Schulter Richtung Boden drückte. Danach stellt er einen geschlossenen Beutel mit großer Vorsicht daneben. "Wie ihr euch erinnert, werte Deirdre, habt Ihr mir am Konzil erlaubt, von euch die Grundlagen der mitrasperanisch gewirkten Magie zu erlernen." Ein kurzer, gedankenverlorener Blick Richtung Weltenschmiede folgt. "Nun, da ich die zeitweilige Freistellung meiner Gardistenpflichten erwirken konnte, hoffe ich, dass dies noch immer euer Angebot ist. Ich habe mich auch, wie Ihr es gewünscht hattet, vorbereitet." Unter diesen Worten werden aus dem kleinen Beutel ein merkwürdiges Sammelsurium an Alltagsgegenständen hervorgeholt.

    "Oh, nach dem Weg, Ihr erlaubt, wenn ich mich erstmal setze?"
    Kaum die Antwort abwartend, setzt Farsat sich in den Schneidersitz, wischt sich den Schweiss von der Stirn, und fächelt sich mit dem Hut Luft zu.
    Erwartungsvoll schaut er Deirdre an.

  3. #3
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    Deirdre lächelte freundlich, goß Farsat einen Becher Limettenwasser ein und reichte ihn diesem. "Willkommen in Shan Meng Feyn oder As'shan, je nachdem, wen man fragt." Sie nahm ihren Becher und prostete ihm zu. "Nun, hier sollten wir zumindest genügend Zeit finden, wenn nicht wieder Belagerer durchs Greifenportal kommen. Wie war deine Reise?"
    Hüterin Deirdre Arianrhod,
    Die Gärtnerin mit dem Efeu auf dem Kopf

  4. #4
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    Farsat nimmt den Becher, und nickte dankend.
    Auf die Frage nach seiner Reise, wurde er plötzlich ungewohnt nachdenklich.
    "Hm, ja, die Reise. Die Reise war gut, keine Probleme. Wenn man bedenkt, was auf der Insel passiert ist, und was das mit den Leylinien… dann war sie gut."
    Er nahm einen Schluck.
    "Gab einem Zeit, zum nachdenken. Ich meine... da kommt man, um eine magische Pflanze zu untersuchen... und am Ende sitzt man an der Trauerfeiertafel eines Handwerkermeisters, den man eigentlich nicht kannte, der aber den Mut hatte, sein Leben bei einem bestenfalls Experimentellen Versuch, das Land zu retten, zu geben. Und dessen Name dennoch wohl keiner kennen wird. Eine Form von Tapferkeit, die die stolzen Krieger..."
    Farsat schluckt die düstere Nachdenklichkeit herunter wie andere Leute ihren Stolz in der Not.
    "Naja. Sehen wir mal die Sonnenseite - uns wurde ein Einblick in Ereignisse, die da wohl noch kommen mögen, gegeben.
    Ein Blick auf das, was vor Mythodea liegt, auf das wir uns nun noch vorbereiten können. Wer kann das nun schon von sich behaupten ?"
    Halb in Gedanken sortiert er während des Gesprächs verschiedene Dinge vor sich - Tücher, ein Glas, Pergamente, ein Messer, Lederstücke, einen Krug...
    "Und nun, Meisterin Deirdre...Ich muss zugeben, so weit ich es verstanden habe, wirkt und lehrt Ihr Magie anders als ich es kenne, so dass ich keine Ahnung habe, wie es nun..."
    Farsat scheint etwas einzufallen, er richtet sich im Sitzen auf, und legt hastig seinen Hut über die Gegenstände vor sich.
    Mit einem verlegenen Lächeln schließt er an: "Verzeiht meine Manieren, werte Deirdre.
    Sagt, wie war eure Reise ? Habt ihr und eure Gefährten aus der Feste es ebenfalls problemfrei von der Insel der Weltenschmiede zurückgeschafft, oder gab es...Komplikationen ?"

  5. #5
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    Deirdre schmunzelte. Ja, dieser Farsat war auf alle Fälle begierig, zu lernen und ausdauernd. Das waren gute Voraussetzungen und wichtig, wenn es um die Handhabung der Magie ging.

    "Die Rückreise... nun ja, nur das Übliche. Aber das Reisegepäck und die Altargaben sind weitestgehend wieder hier angekommen und bereits wieder verstaut. Hier in Shan Meng Feyn habe ich viele helfende Hände, die mich dabei unterstützt haben. - Aber du bist begierig, mit dem Unterricht zu beginnen. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich dir in Holzbrück einen Tipp gegeben, wie du einen neuen Spruch erforschen kannst. Hat das denn geklappt?"
    Hüterin Deirdre Arianrhod,
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  6. #6
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    "Das freut mich. Viele helfende Hände sind nötig für die riesigen Unternehmungen die wir jedes Jahr angehen. Jeder muss mit anpacken."

    Farsat blickt auf sein Sammelsurium an Kleinkram.
    "Nun, wir sprachen über zwei Dinge - das adaptieren eines Spruches in eine elementarbasierte, und damit dem Lande Mitraspera genehmere Weise, und das Anwenden eines Zauber auf ungewohnte und eigentlich reduzierte Weise durch ständiges Wiederholen." Er griff zu einem Baltt Papier und seinem Messer.
    "Ich gebe zu, das erstere ware der einfachere Teil, da Volksalchimie und Objektverzauberung in meinem Volk schon bekannt sind. Einfacher, aber nicht kürzer. Um genau zu sein..." Farsat holte kurz Luft, während er mit dem Messer Schlangenlinien in der Luft fuhr und das Papier ablegte, und nach einem schweren Stück hartgegerbten Leder griff. "...ich habe mit verschiedenen Handwerkern und Weisen gesprochen. Über Grundelemente, über Materialeigenschaften. Über verschieden Harte Leder, Gesteinssorten, und dergleichen.
    Ich habe mich mit Pflanzenfasern beschäftigt, Tierhaaren, und den Stoffen die man daraus gewinnt. Und sogar dem Papier, dass man aus den Lumpen macht, die man aus diesen Fasern gewinnt.."

    Er blickt gedankenverloren auf das Papier.
    "Was ein Handwerker nunmal im Laufe seines Lebens lernt zu bearbeiten, in ein paar Wochen soweit zu verstehen, dass man den dazugehörigen Fluss des Schicks-...
    Tut mir leid, ich schweife wieder in alte Gewohnheiten zurück.
    ...dass man die verschiedenen Aspekte die die Elemente in den Stoffen repräsentieren, verstehen kann. "
    Nun kommen beschwörerische Handbewegungen mit dem Leder über dem Papier hinzu.
    "Ein Vorteil hat meine alte Herangehensweise übrigens - ich kann erzählen, was ich wie mache, und die Gespinste der Magie kommen dennoch zustande."
    Farsat hält auf einmal inne, und beginnt zu murmeln.
    Es folgt eine Handbewegung ans Herz, mit dem Leder, als wolle er etwas schwören.
    Dann berührt er mit dem Leder und dem Messerknauf das Blatt.
    *Durchatmen*
    Er lehnt sich zurück.
    "Fertig. Ein Rüstzauber auf einem Blatt Papier, mit Elementarmanipulationsmethode. Sieh selbst. "
    Geschwind wendet er das Messer in der Hand, und sticht auf das am Boden liegende Papier ein.
    *Dack*
    Kein Loch in den Fasern zu sehen.
    "Hier, es hält, gegen die Klinge, auch wenn ich mehrfach steche."
    *Dack*
    *Dack*
    *Dack*

    "Natürlich war ich nie überragend in dem Zauber, und wenn ich zwei, der mal richtig mit der Waffe zuhauen würde, würde auch das Papier Schaden nehmen."
    Er legt die Klinge an das Papier, als ob er es zerschneiden wollte. "Aber das gilt ja auch für den richtigen Rüstzauber, nicht wahr?" Farsat will ironisch grinsen, aber es sieht gezwungen aus.
    Ist das so ungefähr die Anpassung, die du dir vorgestellt hast ?
    Ich hoffe es.
    Denn ich muss gestehen, so zufrieden ich mit dem Wirken und dem Effekt bin, egal wie ich mich anstrenge, in der Zeit bisher konnte ich diese Anwendung noch nicht unter die Werkzeit "Kurzritual" herunterbrechen, ohne das das Gespinst der Magie instabil geworden wäre..."
    Erwartungsvoll blickt er seine Meisterin an, während die linke Hand das Leder weglegt und nach dem Glas tastet...

  7. #7
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    ((Nur sicherheitshalber - ist meine PM diesmal durch bzgl. der Aufgaben ?))

  8. #8
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    Deirdre hörte interessiert Farsat zu und während er sich selbst konzentrierte, tippte sich die Druidin mit dem Mittelfinger an die Stirn und strich mit der Hand erst über die rechte Gesichtshälte, dann erneut von der Stirn über die linke Hälfte. Als sie ihre Augen wieder öffnete, beobachtete sie die Gespinste, die Farsat vor ihr wob. Als er mit seiner Demonstration fertig war, nahm sie das verzauberte Stück Papier in ihre Hände und strich sanft über die Oberfläche. Dabei schien sie nicht das Papier zu sehen, sondern etwas, was hinter dem Objekt war. Sie tippte auf das Blatt und vollführte dann eine seltsame Geste mit ihren Fingern, als wenn sie einen unsichtbaren Faden vom Blatt auffischte. Sie hielt die Hand sodann vor ihr Gesicht und konzentrierte sich, bevor sie die Finger öffnete und die unsichtbare Faser vom Wind wegtragen ließ.

    Deirdre reichte das Blatt zurück an Farsat und nickte ihm zu, weiter zu machen, denn sie sah, dass er bereits nach einem Glas tastete. Sie schwieg zunächst und wollte erst einmal Farsat vorführen lassen, bevor sie ihr 'Urteil' abgab.
    Hüterin Deirdre Arianrhod,
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  9. #9
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    Farsat beobachtete Deirdre, und versuchte, Ihre Gedankengänge nachzuvollziehen.
    Als sie jedoch seine Arbeit offensichtlich mit dem zweiten Gesicht begutachtete, durchlief ihn wieder ein desorientierendes Gefühl, welches er schleunigst abschüttelte, um sich dann wieder seinen Materialkomponenten zuzuwenden.
    ...ja, also, ehm…
    ...die zweite Aufgabe, ehm, glaube ich...
    Er schüttelte den Kopf.
    "Ich habe auch damit experimentiert ob ein leeres oder volles Blatt Papier schwieriger zu verzaubern ist.. Nur das ein volles Blatt Pergament die Tinte vollständig aufgenommen hätte, wodurch es meinen Übungen zufolge fast egal ist."
    Aus dem Beutel kommt ein anderes Blatt, das im oberen Drittel mit einem unfertigen Bericht eine, wie es aussieht, Zeugenaussage beschrieben ist.
    Er führt erneut das Stück Leder zum Herzen, atmet ein, murmelt die Formel und berührt dieses Blatt mit dem Leder.
    Fast segnend, so bedächtig fährt er mit dem Leder über das Pergment. Allerdings nur, wie dem aufmerksamen Betrachter auffällt, die oberen zwei drittel.
    "Scheint fast so zu funktionieren wie das letzte mal, nicht wahr ?" Farsat grinst schief, nimmt dann das Messer wieder und macht Schneidbewegungen über der beschriebenen Stelle. "Das Blatt hält." Er hebt das Blatt vor sich am oberen Ende fest.
    Mit der anderen Hand führt er das Messer an das Pergament heran, und *Ratsch!* - schneidet mit einer schnellen Handbewegung das Pergament hinab.
    Als es danach zwischen seinen Fingern baumelt, sieht man allerdings, dass der Schnitt nur durch das untere Drittel ging, der beschriebene und der Mittelteil jedoch ganz blieben.
    "Ein teilweise verzauberter Gegenstand, wie gewünscht."
    Er legt dieses Pergament Deirdre zum Betrachten hin, zeiht aber gleich noch ein weiteres, leicht zerknutschtes aus dem Stapel.
    "Und nun noch ein Trick, durch den ich durch die Legende eines verräterischen Tronjers inspiriert wurde - "
    FarsaT nimmt das Glas, stellt es auf das Blatt und beginnt erneut das Zaubern. Intensive Konzentration verhärtet seine Gesichtszüge, auch wenn er es nicht zeigen will, die magischen Übungen zehren. Er wischt sich Schweiss von der Stirn.
    Anschließend nimmt er das Glas vom Pergament, und schafft ein ehrliches, wenn auch süffisantes Lächeln.
    Mit einer schnellen Bewegung dreht er das Messer in der Hand, und *Rat-ratsch!* - macht er zwei überkreuzte Schnitte in der Mitt des Papiers, wo das Glas während des Zaubervorgangs stand, und daher das Leder dieses nicht berührte.
    Farsat hebt das Pergament hoch, und pieckst mit dem Zeigefinger durch das so entstandene Loch.
    "Das Blatt ist unversehrt, nur in der Mitte ist die Zaubermatrix offen. Wenn wir nun diesen Trick in eine Stabile Spruchmatrix einbauen würden, hätten wir einen Rüstzauber mit Loch. Natürlich hält die Tatsache, dass dies unter der Würde und Ehre eines jeden Zauberers wäre, uns davon ab. So, genug Pergamente malträtiert. Schaut euch die Zaubermatrizen an, Meisterin. Was noch davon zu sehen ist. Ich Fahre gleich fort, aber zuerst..."
    Er holte seinen Wasserschlauch hervor, und trank gierig, bevor er fortfahren konnte. Derweil lagen auch die beiden anderen Pergamente vor Deirdre...

  10. #10
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    Deirdre begutachtete auch die anderen Versuchsobjekte und nickte zufrieden.
    "Du hast Durchhaltevermögen und Geduld bewiesen. Manch junger Magier will immer gleich alles und sofort und mit viel Macht. Doch um die Elemente zu lenken braucht es Fingerspitzengefühl, sonst geht irgendwas gewaltig schief. Je feiner und kontrollierter du arbeitest, desto leichter wird es dir fallen, dich nicht dabei zu verausgaben."

    Die Druidin nahm den Wasserkrug und ihren Becher. "Wenn mein Ziel ist, diesen Becher zu befüllen, dann kann ich das entweder sehr plump..." Sie kippte den Krug mit viel Schwung und aus einiger Entfernung zum Becher und obwohl am Ende Wasser im Becher war, schwapte zunächst einiges wieder aus dem Becher oder traf ihn erst gar nicht. "...oder mit ruhiger Hand und etwas mehr Konzentration." Sie neigte den Krug vorsichtig, hob den Becher näher an den Ausguss und ließ das Wasser ruhig hineinfließen, bis dieser randvoll war, ohne etwas zu vergießen. "In beiden Fällen ist das Ziel erreicht, es ist Wasser im Becher. Aber beim zweiten Ansatz habe ich wesentlich genauer gearbeitet und das Ergebnis ist, weniger verschüttetes, vergeudetes Wasser und mehr, dass ich trinken kann. - Mit dem Lenken der Elementarkräfte ist es genauso. Je genauer ich arbeite und mich konzentriere, um so weniger vergeude ich und rufe weniger Nebeneffekte hervor, wie das verschüttete Wasser, was nun mein Gewand benetzt.

    Das ist sehr wichtig, denn je größer dein Wirken ist, desto gefährlicher wird es, elementare Kraft unkontrolliert zu verschütten. Daher solltest du auch weiter daran arbeiten, konzentriert beim Zauberwirken zu bleiben, dich nicht durch andere Dinge ablenken zu lassen, auch nicht durch dich selbst. Du sprichst noch immer sehr viel beim Wirken und das Erzählen beansprucht ein Teil deiner Aufmerksamkeit weg vom Zauberwirken selbst. Das, was du sagst, sollte knapp und fest eingebunden sein in dein Wirken, eine Routine, ein sich stetig gleich wiederholendes Ritual, könnte man sagen. Und nur genau dieser Ablauf, genau diese Handbewegung gekoppelt mit einer festen Wortgruppe und einer festgelegten elementaren Kraftmenge soll den Zauber auslösen. Dieser Ablauf muss dir ins Blut übergehen, genau so und nicht abweichend.

    Das verhindert, dass du versehentlich zu viel nimmst, den Faden falsch ablegst oder dich verhaspelst und dadurch die Kontrolle über den elementaren Fluss verlierst.

    Heute kann ich den Becher befüllen und dabei mit dir sprechen, muss dennoch hinsehen und mich ein bisschen konzentrieren, als Kind habe ich nicht dabei sprechen können und musste erst lernen, wie man den Becher richtig hält und wieviel Kraft es braucht, die Kanne vorsichtig zu kippen, ohne etwas zu verschütten. Hätte ich schon als Kind versucht, neben dem Befüllen noch etwas anderes zu machen, hätte der Lernprozess länger gedauert oder ich hätte ihn gar ganz aufgegeben, weil ich glaubte, das es nicht geht."
    Hüterin Deirdre Arianrhod,
    Die Gärtnerin mit dem Efeu auf dem Kopf

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