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Thema: Die Stille der Nacht

  1. #1
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    Standard Die Stille der Nacht

    Der Marsch durch die Tunnel war lang, entbehrungsreich und anstrengend gewesen. Falk hasste es, so lange Strecken zu Fuß zurück zu legen. Dennoch war er frohen Gemüts und jeder Schritt fühlte sich leichter an, als der Vorherige. Denn mit jedem Schritt kam er seiner neuen Heimat näher und näher. Er fühlte sich energiegeladen, kraftvoll und unendlich glücklich. Trotz seiner Müdighkeit, hätte er Saltos schlagen können, so aufgeladen fühlte er sich. Heimat! Das war ein Wort, welches immer wieder und wieder durch seinen Kopf hallte. Auch jetzt noch, da er aus den Tunneln herausgetreten war, die kalte Luft in seinem Haar spürte und das Säuseln der Bäume im Wind vernahm, konnte er immer noch nicht so recht daran glauben. Die Realisation, dass er bald wieder eine echte Heimat haben würde, war zu groß, zu gewaltig für ihn, um sie wirklich zu begreifen. Er half den anderen beim Abladen, und ließ sich von Iri zeigen, wo er schlafen konnte. Es war dunkel geworden und er war müde. Ehe er sich versehen konnte, waren alle anderen schlafen gegangen und so legte auch Falk sich zur Nachtruhe. Es war still um ihn herum. Außer den Geräuschen des Waldes war da nichts. Eine seltsame Stimmung überkam Falk. Es war gleichzeitig Still und doch irgendwie laut. Es war eine laute Stille. Ja eine regelrecht lärmende Stille, die ihn umfing. Falk flüsterte in die Dunkelheit:
    "Bist du da?"
    Lange Zeit kam keine Antwort, dann hörte er eine leise, brüchige Stimme. "Ja, ich bin hier."
    Die Stimme schien von nirgendwo her zu kommen. Dabei entstand sie in Wirklichkeit aber direkt in seinem Kopf, irgendwo weit hinter der Stirn. "Wie geht es dir?" flüsterte Falk.
    Wieder lange Zeit keine Antwort. Dann sprach die Stimme in Falks Kopf wieder leise und brüchig. Dieses mal war die Antwort so leise, dass Falk nur einige Worte ausmachen konnte. "Den Umständen... kraftvoller Ort... Potential... besser als damals... Verbindung... gesagt... Angst... Bitte bleib bei..."
    Falk schloss die Augen und versuchte sich auf die Stimme in seinem Kopf zu konzentrieren, doch sobald er versuchte die Stimme klarer zu hören begannen wieder die Kopfschmerzen. "Hallo?" flüsterte Falk in die Dunkelheit, doch auch nach langem Warten kam dieses Mal keine Antwort. Falk versuchte die Kopfschmerzen zu ignorieren und beugt sich aus seinem Bett, um nach seinem Mantel zu greifen. Nach kurzer Suche fand er in der Manteltasche, was er suchte und drückte den Gegenstand an sich.
    Er würde nicht aufgeben und eine Möglichkeit finden, die Verbindung zu erneuern. Das war er seinem Freund schuldig. Die Narbe schmerzte weiter heftig, allerdings ließ der Schmerz schon langsam wieder nach. Falk drehte sich auf die Seite.
    Nun war er erndlich wieder an einem Ort, den er Heimat nennen würde. Umgeben von guten Freunden und neuen Möglichkeiten. Endlich würde er Leben, statt nur zu Überleben. Und er würde neue Wege gehen. Aber er war nicht bereit, seinen ältesten Freund zurück zu lassen.

    Egal was diese Magier mit ihm angestellt hatten. Er würde kämpfen.

    (OT: Verwirrend für die Meisten doch eventuell für Einige wenige interessant. Ich möchte anfangen, meinen Charakter Falk besser auszuspielen und ihm mehr Perönlichkeit geben. Dazu gehören auch einige Veränderungen, die Falk in den kommenden Jahren und Cons durchmachen wird. Ich werde versuchen möglichst bald auch Spielangebote zu schaffen, die mehr auf andere Spieler zugehen. Dafür muss ich allerdings erst dieses Fundament schaffen. Ich hoffe, ich kann Falk so entwickeln, wie ich es mir vorgestellt habe. Zur Erklärung: Falk wurde letztes Jahr von der Magiergilde in Siebenhafen gefangen genommen, weshalb er 2017 nicht mit auf dem Feldzug sein konnte. Bei der Flucht gab es allerdings einen magischen Unfall und seitdem trägt Falk eigentlich eine magische Narbe über dem linken Auge. Nur war die leider dieses Jahr OT nicht zu sehen, da die Schminke in der Sommerhitze kaum auch nur eine Stunde gehalten hat. Deshalb werde ich für nächstes Jahr deutlich besser vorbereitet sein müssen, was Make-Up angeht. Wenn jemand Ideen, Tips oder Anregungen hat, wie man Make-Up gut fixieren kann, wo man das beste (SFX) Make-Up kaufen kann, oder wo man gut lernen kann, mit Latexmilch umzugehen, wäre ich für all diesen Input sehr dankbar. Danke nochmal an alle Leute vom freien Lagerbund, es war ja mein erstes Mal bei euch und ich habe mich super wilkommen und aufgenommen gefühlt. Auf noch viele Jahre! Mfg Sören/Falk)
    Niemals die Hoffnung verlieren - Falk Ebenroth

  2. #2
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    Der Schamane und Heiler lag diese Nacht wach auf seinem Lager.
    Es war schon ein gutes Gefühl, die Gefährten wieder um sich zu haben. Und ein paar neue Begleiter im Lager.
    Er wollte sich dieses Mal etwas zurückhalten, seine angegriffene Konstitution ließ einen vollen Einsatz nicht zu. Aber das hindert nicht daran, Freunde und Besucher aufmerksam im Auge zu behalten.

    Was war das? ...
    Eine leise Stimme in der Nacht. Ganz in der Nähe.
    Vielleicht ein Zelt in der Nähe. Hat da jemand unruhige Träume?

    Wie vom Zufall gesteuert schweiften seine Gedanken zu dem neuen, jungen Kameraden. Wie war nochmal der Name? Er passte zu seiner agilen, kraftvollen und flinken Art. Richtig: Falk.
    Am Tag war ihm gelegentlich bei Falk eine unwillkürliche Handbewegung zu einem Mal - war es eine Narbe? - bei seiner linken Braue aufgefallen, verbunden mit einem kurzen Innehalten, einem Besinnen, einer Art nach Innen gerichteten Aufmerksamkeit. Zweifel? Woran? Oder etwas anderes?
    Warum hatte Josephus jetzt diese Gedanken? Er maß solchen Signalen der Geister Bedeutung zu. Die Geister sind gegenwärtig in der Umgebung ebebso wie in träumen und Gedanken. Morgen würde er Falk mal etwas Aufmerksamkeit widmen, vielleicht ansprechen.
    Hilfe geben, unterstützen, heilen, Beistand leisten. Das ist meine Fügung. Das gibt mir Sinn. Mit Hilfe der Geister.
    Geändert von Josephus (08.09.2018 um 14:00 Uhr)
    Seien Elemente und Geister Euch stets wohlgesonnen.
    Josephus (Gesior) Schwalbenflug, Schamane

    Wir lernen von Lehrern und Büchern. Und das allermeiste vom Leben selbst.
    Starke Wurzel! Starker Baum! Was seid ihr? FREI! Was wollt ihr? LAGERN! Weißes Banner. Wir räum'n auf!

  3. #3
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    Als der Morgen unbarmherzig an die Tür hämmerte und sich die ersten Sonnenstrahlen wie ungebetene Gäste um die Pritsche herum breitmachten gab Falk auf, noch einmal versuchen einzuschlafen. Die Kopfschmerzen hatten ihn die meiste Zeit der Nacht wach gehalten und ein unangenehmes Gefühl, alleine zu sein, hielt ihn immer noch fest. Er hätte wahrscheinlich sowieso nicht gut geschlafen, denn seitdem Ni'Shanhaz in seine Träume eingedrungen war hatte er oft Alpträume. Er beschloss damit aufzuhören, so zu tun als würde er nochmal einschlafen können und richtete sich mit einer Grimasse von seiner Pritsche auf. Er hasste es, müde zu sein. Sein Schlaf war ihm heilig. Da die Sonne aber von seiner Grimasse denkbar unbeeindruckt blieb und weiterhin gnadenlos Lichtstrahlen nach ihm schickte, kleidete er sich an und trat hinaus. Ein frischer Wind weht und er erinnerte sich wieder daran, wo er eigentlich war. Es war immer noch ein recht seltsames Gefühl, nicht von da weg zu wollen, wo er gerade war. Er bemühte sich ein Lächeln aufzusetzen und schon bald wurde er von bekannten, freundlichen Gesichtern begrüßt. Wie auch gestern gab es noch viel zu erledigen, und schon bald war seine grißgrämige Laune wie von ganz verschwunden. Er packte an, wo es eine helfende Hand brauchte und brütete weiter über seinem Plan, eventuell ein Gasthaus zu eröffnen. "Wahnsinnige Vorstellung..." dachte er. "Ein Haus zu bauen und darin zu wohnen."
    Es war nun Mittag geworden und er beschloss sich nun in der Wärme etwas auszuruhen. Doch als er so den Schatten, den einer der umstehenden Bäume genoss, fühlte er sich irgendwie unwohl... irgendwie... beobachtet vielleicht?
    Gerade wollte er sich aufsetzen und sich umsehen, ob da jemand auf dem Platz war, der in beobachtete, da fuhr jäh ein greller Schmerz durch seinen Schädel, als er seinen Kopf hob. Direkt über dem Auge. Der alt bekannte Druck, wie ein brennender Nagel, der versuchte, sich in seinen Schädel zu bohren. Er schloss die Augen, hielt sich die Stirn. Das half ein wenig. Nicht viel, aber ein wenig. Er musste endlich etwas dagegen unternehmen. Immernoch mit einem glühenden Schmerzen im Kopf versuchte er sich halbwegs unbemerkt in den Wald davon zu schleichen. Und tasächlich wurde er nach relativ kurzer Zeit schon fündig. Neben etwas Bärlauch fand er im Unterholz einige Blätter, die er kauen konnte und die den Schmerz lindern würden. Er pflückte sich gleich so viele, um seinen kleinen Beutel damit zu füllen. Vielleicht konnte ihm Martin ja mal etwas wirkvolleres mixen? Falk steckte sich einige der Blätter in den Mund und begann wie wil darauf herum zu kauen, damit die wirkenden Säfte schneller austreten würden, da richteten sich seine Härchen im Nacken auf und er erstarrte zur Salzsäule. Da war ein Geräusch... War ihm etwa Jemand gefolgt?
    Niemals die Hoffnung verlieren - Falk Ebenroth

  4. #4
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    Oh, hallo junger Mann. Margali hebt erschrocken ihren Kopf. Wie so oft ist sie im nahen Waldrand unterwegs um heilende Kräuter zu sammeln.Was macht ihr denn hier. Ihr seid doch der junge Herr der gestern noch spät ins Lager gekommen ist. Ihr seht aus, als sei euch ein böser Geist begegnet. Es tut mir leid wenn ich der Grund eures Erschreckens bin, aber im Wald bin ich fast unsichtbar. Geht es euch nicht gut? Margali betrachtet seine angespannten Gesichtszüge und entdeckt noch die grünliche Reste der zerkauten Pflanzen in seinen Mundwinkeln. Schon gestern war ihr der Neuankömmling aufgefallen. Wie war noch sein Name, so ähnlich wie ein Vogel, ach ja Falk. Er hatte wohl schon eine lange Wegstrecke hinter sich gebracht, doch trotz seiner Müdigkeit macht er noch einen kraftvollen und glücklichen Eindruck. Nur in der Nacht hatte er einen sehr unruhigen Schlaf. Ich meint ihn auch im Traum reden zu hören. Aber vielleicht war das nur die Einbildung einer alten Frau, die wieder mal statt zu schlafen, allen Nachtgeräuschen lauscht. Vielleicht kann ich ihm helfen. Neugierig erforscht sie sein Gesicht.

  5. #5
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    Erschocken zuckte Falk zusammen. Einen Moment lang - der ihm allerdings wie eine Ewigkeit vorkam - starrte er die Frau an. "Kein Problem.." murmelte er dann "Ich war nur nicht auf Besuch eingestellt." Schnell zerkaute er die Reste der Blätter. "Ich habe wohl zu lange ohne Hut in der Sonne gesessen, deswegen habe ich mir eben schnell etwas gegen Kopfschmerzen gesucht." Nervös sah er sich um. Der Gedanke, dass sich jemand einfach so an ihn heranschleichen konnte gefiel ihm gar nicht. Früher wäre ihm das nicht passiert.

    Er schüttelte die schlechten Gedanken ab. Was machte sie eigentlich hier im Wald? Er musst auch etwas aufpassen, um nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erregen. Aber früher oder später würde er Hilfe brauchen. Das schien unvermeidlich.
    Falk griff sich an die Stirn, um die schmerzende Schläfe zu massieren. Inzwischen war es nur noch ein dumpfes Pochen, das sich immer wieder in sein Bewusstsein drängte. Hatte sie die Narbe gesehen? Wusste sie, dass sie, als er vorletztes Jahr auf dem Feldzug war noch nicht da gewesen war? War es ihr aufegallen?
    Eventuell sollte er sich überlegen, sie mit Farbe zu übermalen...
    Niemals die Hoffnung verlieren - Falk Ebenroth

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